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Kultursommer Rheinland-Pfalz
11. bis 18. August 2007

Sommer Kino Kohlhof


Filmkunst auf dem Land: »Kino auf dem Kohlhof«.
Leicht zu erreichen und gar nicht so schwer zu finden.

Als wir vor fünf Jahren das erste Mal unsere Leinwand auf dem Kohlhof aufbauten, um am Kultursommer Rheinland-Pfalz teilzunehmen, waren wir sehr gespannt ob unser Konzept – junges, internationales Kino, meist noch unbekannt und fern der Blockbuster, die sonst im Sommer oft gezeigt werden – angenommen würde: Von der Resonanz waren und sind wir überwältigt.

Das diesjährige Kultursommer-Motto Rebellen, Reformer, Revolutionäre führt uns auf eine filmische Reise von Lateinamerika bis nach Bosnien und zeigt dramatische und komische, immer aber auch sehr berührende Geschichten.

Erstmals zeigen wir jeden Tag einen anderen Film und sind gespannt, wer es schafft, immer da zu sein!

Zum Erfolg des Sommer Kino Kohlhof trägt ganz besonders das wunderschöne Ambiente in der offenen Scheune der Firma Fagus Gartengestaltung bei. Auch in diesem Jahr öffnet der Biergarten wieder um 20 Uhr. Frühes Ankommen wird also nicht nur wegen der begrenzten Plätze empfohlen!

Wir wünschen unvergessliche Kinoabende!

Marion Fittje und Roland Pousset


Einlass und Biergarten jeweils um 20.00 Uhr. Die Filme beginnen mit Einbruch der Dunkelheit (gegen 22 Uhr). Eintritt: 6 Euro, Festivalkarte: 25 Euro





Samstag, 11. August

Land and Freedom

Ein Film von Ken Loach
Großbritannien 1995, 108 min

Spanien 1936: General Franco putscht gegen die gewählte Linksregierung. Der junge Kommunist David verlässt seine Heimat Liverpool, um im Spanischen Bürgerkrieg gegen die Faschisten zu kämpfen. Dort angekommen erlebt er die chaotischen Zustände in der Organisation der Miliz, die aufkommenden Spannungen zwischen den verschiedenen Gruppierungen, den Einfluss Stalins auf die kommunistischen Gruppen. Als sein bester Freund stirbt, verliebt er sich in dessen Freundin Blanca, die jedoch andere politische Ziele verfolgt als er. Beim Kampf um ein Dorf wird er nach dessen Einnahme Zeuge einer Bestrafungsaktion der Kommunisten, deren Methoden denen ihrer Feinde entsprechen. Die ideologischen Grabenkämpfe der Antifaschisten verschärfen sich …

Ein ungemein bewegender Film. Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ken Loachs Stimme ist heute politisch wie ästhetisch eine der wichtigsten im Film. epd Film





Sonntag, 12. August

Drum

Ein Film von Zola Maseko
Südafrika 2004, 95 min

»Drum« erzählt die wahre Geschichte des Südafrikaners Henry Nxumalo. Der engagierte Journalist arbeitet in den 50er Jahren als Sportreporter für Drum, das damals wichtigste Lifestyle-Magazin Afrikas. Doch die Ungerechtigkeiten des Apartheid-Regimes treiben ihn immer häufiger dazu, auch politische Themen aufzugreifen. Unter Lebensgefahr recherchiert er zusammen mit dem deutschen Fotografen Jürgen Schadeberg über die Zustände in den Gefängnissen oder das Unterdrückungsregime auf der Farm eines Buren. Dank Nxumalos Artikel ist Drum bald das führende Sprachrohr der Regimekritiker. Als die beiden Journalisten beginnen, eine politische Verschwörung aufzudecken, hat das Apartheid-Regime endgültig genug von den unbequemen Zeitungsmachern …

»Drum« ist der faszinierende Blick auf das Südafrika der 1950er Jahre und die lebendige Kultur der illegalen Bars und der Jazz-Musik in Sophiatown. Als dieser Ort der Freiheit vom Apartheids-Regime brutal zerstört wurde, gab dies der Bewegung gegen das Unrechtsregime einen wichtigen Impuls. »Drum« eröffnete 2005 das Filmfest München.

Mehr Infos und Trailer finden Sie hier.





Dienstag, 14. August

Die Strategie der Schnecke

Die Strategie der Schnecke
Kolumbien 1993, 110 min, OmU

Ein altes Mietshaus in einem Vorort der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Der Besitzer, ein neureicher Yuppie, will das Haus entmieten, die Bewohner auf die Straße setzen, doch in der »Casa Uribe« lebt eine bunt zusammengewürfelte Schar: Jacinto, der alte Anarchist; Romero; ein Anwalt ohne Zulassung, der aber alle Gesetzestricks kennt; ein Pater, der im Diesseits Befriedigung sucht; Gabriel, der sich als Gabriela verkauft; eine Alte, die mit einem Scheintoten lebt und der ein Wunder geschieht. Sie alle besitzen keine Chance, aber sie nutzen sie. Denn der Anarchist Jacinto entwickelt einen schlitzohrig-genialen Plan, wie man die noch verbleibende Zeit bis zum angedrohten Rauswurf nutzen kann …

Ein Film mit umwerfendem Witz und lateinamerikanischen Charme. Die Strategie der Schnecke ist populäres lateinamerikanisches Kino im besten Sinne des Wortes: Politisch engagiert, aber gleichzeitig mit viel Kraft und Spaß inszeniert. TIP

Mehr Infos finden Sie hier.





Mittwoch, 15.August

Transamerica

Ein Film von Duncan Tucker
USA 2005, 103 min

Nein, dieser Toby kommt Bree ganz und gar nicht gelegen! Eine Woche noch, bis sie sich endlich unters Messer legen darf und aus ihrem ungeliebten Männerkörper der einer Frau werden wird – da ruft dieser Toby an und behauptet, er sei ihr Sohn. Beziehungsweise sein Sohn, denn Bree hat ihn gezeugt, als sie noch Stanley war. Das berühmt-berüchtigte erste (und einzige) Mal, es war offenbar nicht ohne Folgen geblieben. Die Therapeutin verlangt Konfrontation und Aufarbeitung; widerwillig macht sich Bree also auf den Weg.

Der unverhoffte Nachwuchs ist zum straffälligen Teenager herangewachsen und muss aus einem New Yorker Gefängnis geholt werden. Gemeinsam tritt man die Rückfahrt nach Los Angeles an. Sie wird dadurch kompliziert, dass der Sohn in der Frau am Steuer nicht seinen Vater erkennt, sondern eine christliche Missionarin vermutet …

Wunderschönes, herzerwärmendes Roadmovie um eines der ungewöhnlichsten Vater-Sohn-Gespanne der Filmgeschichte. Witzig und dramatisch zugleich. Faszinierend: Felicity Huffmann. Sie spielt ihre Rolle so überzeugend, dass einem der Atem stockt … SWR 3

Ein Glücksfall für das Kino. TIP

Mehr Infos und Trailer finden Sie hier.





Donnerstag, 16. August

Frida Kahlo

Ein Film von Julie Taymor
USA/Kanada 2002, 123 min

Mexiko, Anfang des 20. Jahrhunderts: Die junge, lebenslustige Frida Kahlo genießt ihr Teenagerdasein in vollen Zügen – bis ein tragischer Unfall das ungestüme Mädchen ans Bett fesselt. Getrieben von ihrem unerschütterlichen Lebensmut fängt Frida an zu malen – in ihren gefühlsgewaltigen Bildern gibt sie ihren Träumen, Sehnsüchten und den nicht enden wollenden Schmerzen Ausdruck. Wieder genesen, wird der berühmte Maler Diego Rivera auf sie aufmerksam – die beiden verlieben sich ineinander, heiraten und leben eine der aufregendsten, verrücktesten Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts.

Das Gefühlschaos ihrer Ehe, das atemlose Leben im Kreis anderer Künstler, ihr leidenschaftlicher Kampf für den Kommunismus, die unbändige Lebenslust und nicht zuletzt die schillernden Farben Mexikos – all das schlägt sich in Frida Kahlos einmaligem kreativen Schaffen nieder und macht sie zu einer der ausdrucksstärksten Künstlerinnen aller Zeiten.

Mehr Infos und Trailer finden Sie hier.





Freitag, 17. August

Das Leben ist ein Wunder

Ein Film von Emir Kusturica
Frankreich / Serbien 2004, 155 min

Bosnien, 1992. Luka, ein serbischer Ingenieur aus Belgrad, hat sich mit seiner Frau, und ihrem gemeinsamen Sohn Milos in einem kleinen Nest mitten im Nirgendwo niedergelassen. Luka wird die Eisenbahn bauen, die die Region in ein Touristenparadies verwandeln soll. Als der Konflikt ausbricht, steht in Lukas Leben plötzlich alles Kopf: Seine Frau macht sich mit einem Musikerkollegen auf und davon, während sein Sohn Milos an die Front geschickt wird. So optimistisch wie eh und je, wartet er darauf, dass seine Familie zu ihm zurückkehrt, aber Jadranka bleibt fort, Milos wird als Kriegsgefangener festgehalten und die serbische Armee bestellt Luka zum Gefangenenwärter von Sabaha, einer muslimischen Geisel. Ehe man sich recht versieht, hat sich Luka in Sabaha verliebt, doch die junge Frau soll gegen einen serbischen Gefangenen ausgetauscht werden: Lukas Sohn Milos.

Emir Kusturica findet zu atemberaubenden Bildern, die die Wirklichkeit phantastisch überhöhen. FAZ

Das Wunder, unter feindlichen Bedingungen am Leben zu bleiben. Schnitt





Samstag, 18. August

Wer früher stirbt, ist länger tot

Ein Film von Marcus H. Rosenmüller
Deutschland 2006, 105 min

Als der 11-jährige Sebastian zufällig erfährt, dass seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Sebastian, der ein für sein Alter beeindruckendes Sündenregister vorzuweisen hat, fühlt sich fortan auch schuldig am Tod seiner Mutter. Da er, wie er meint, nach seinem Tode auf jeden Fall im Fegefeuer landen wird, setzt er alles daran, entweder unsterblich zu werden, oder sich von seinen Sünden reinzuwaschen …

»Wer früher stirbt, ist länger tot« ist eine erfrischende Komödie mit Tiefgang und Herz. Regisseur Marcus H. Rosenmüller mischt in seinem fulminanten Debüt die unterschiedlichen Genres Fiktion, Surrealismus und Realität zu einem wunderbaren Ganzen. Gespickt mit Witz, Charme, einer großen Portion Frechheit und wahrem Sinn für die wichtigen kleinen Dinge des Lebens!

Mehr Infos und Trailer finden Sie hier.



Ermöglicht wurde das Sommer Kino Kohlhof durch die Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen des Kultursommer Rheinland Pfalz und Fagus Gartengestaltung.

Eine Veranstaltung von der Initiative für Filmkultur in Kooperation mit dem Medienbüro Oldenburg e.V.


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