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Kultursommer Rheinland-Pfalz
(25. Juli - 17. August 2003)

Sommer Kino Kohlhof



Filmkunst auf dem Land: "Open-Air Kino auf dem Kohlhof".

  • leicht zu erreichen und gar nicht so schwer zu finden:

  • Im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz präsentieren wir auf Einladung von und in Zusammenarbeit mit der "Initiative für Filmkultur" vom 25. Juli bis 16. August vier vergnügliche Kinowochenenden unter freiem Himmel.
    Es muss nicht immer die Stadt sein. In diesem Sommer wird der Beweis angetreten, dass auch in der Provinz Platz ist für anspruchsvolle (Kino)kultur. An vier Wochenenden werden in einer außergewöhnlichen Atmosphäre preisgekrönte Kinofilme rund um das Motto des Kultursommers "ein Land viele Kulturen" gezeigt. Der Ort des Geschehens ist eine nach den Seiten offene Scheune auf dem Kohlhof (zwischen Limburgerhof und Schifferstadt), mitten auf dem Land und doch gut erreichbar. Falls das Wetter wider Erwarten nicht immer mitspielt, ist der Filmgenuss also trotzdem möglich.
    Gezeigt werden 3 Spielfilme und ein Kurzfilmprogramm. Ergänzt wird die Reihe durch zwei Filmnachmittage für Kinder jeweils um 16.00 Uhr.

    Einlass ist jeweils um 20.00 Uhr, für Getränke ist gesorgt. Die Filme beginnen mit Einbruch der Dunkelheit (gegen 22 Uhr). Eintritt: 4 €, Kinder 2 €


    Freitag 25. Juli und Samstag 26. Juli:

    Im Juli

    von Fatih Akin
    Deutschland 1999, 100 min

    Kamera: Pierre Aim
    Musik: Ulrich Kodjo Wendt
    Darsteller: Moritz Bleibtreu, Christiane Paul, Mehmet Kurtulus, Idil Üner, Branka Katic

    Juli arbeitet als Schmuckverkäuferin in Hamburg. Sie hat einen kleinen Straßenstand, von dem aus sie täglich den linkischen Referendar Daniel auf seinem Nachhauseweg von der Schule beobachtet. Wider jede Vernunft sieht sie in ihm ihren "Mann fürs Leben". Eines Tages verkauft sie Daniel einen Ring mit einer Sonne und prophezeit ihm, dass er bald seine Traumfrau finden wird. Doch Julis Plan misslingt: Daniel folgt nach einer Party nicht ihr, sondern einer anderen attraktiven jungen Frau, auf deren Bluse er das wegweisende Symbol der Sonne entdeckt. Die Suche nach dieser Traumfrau wird für Daniel zu einer Reise durch den kompletten Osten Europas, bei der er Juli immer wieder begegnet. Bis Daniel sein Ziel Istanbul erreicht hat und erkennt, dass Juli die eigentliche "Frau fürs Leben" ist, stehen ihm noch zahlreiche aberwitzige Abenteuer in Österreich, Ungarn, Rumänien und der Türkei bevor ...
    »Ereignisreiche, ausgesprochen unterhaltsame Mischung aus Road Movie und Liebeskomödie mit prägnanten darstellerischen Leistungen und einem ebenso reizvollen wie spielerisch-souveränden Einsatz explizit filmischer Mittel.« (film-dienst 17/00)

    Freitag 1. August und Samstag 2. August:

    Kurzfilmabend

    35 Aside oder Große Ranzen machen einsam

    von Damien O`Donnell
    Irland 1995, 28 min

    Ein Junge hat Probleme: mit den Frauen in seinem Leben, als Neuankömmling in der Schule, mit seinem im Gefängnis sitzenden Vater, mit seiner Körpergröße - und da bekommt er von seiner Gr0ßmutter noch einen hässlichen, allzu großen ranzen geschänkt ... Wie um alles in der Welt will es Philip Maguire schaffen Anerkennung zu erlangen?
    Ein köstlicher Filmspaß und ein überaus gelungenes und vielfach ausgezeichnetes Plädoyer für sogenannte Außenseiter.


    Zwischen vier und sechs

    von Corinna Schmidt
    Deutschland 1997, 6 min

    "... es ist so schön, wenn es etwas gibt, was eine Familie auch verbindet, eine gemeinsame Unternehmung und ich bin einfach froh, dass sich das bei uns so von ganz alleine ergeben hat ..." Eine ironische Beschreibung dieser Verbundenheit. Da werden Kindheitserinnerungen wach.

    Schwarzfahrer

    von Pepe Danquart
    Deutschland 1992, 12 min

    In der Straßenbahn: Ein Schwarzer nimmt neben einer alten Dame Platz, die sich dadurch erheblich gestört fühlt und eine Schimpfkannonade gegen Ausländer beginnt."Oscar"-Gewinner 1992.


    Hase und Igel

    von Sebastian Winkels
    Deutschland 2000, 6 min

    Frei nach Grimm erzählen die Teilnehmer/innen eines Deutsch-Intensivkurses das wohl populärste Verwirrspiel deutscher Literaturgeschichte: naturgetreu im "Hase und Igel"-Stil.

    Die kleine Verkäuferin der Sonne
    (La petite Vendeuse de Soleil)

    von Djibril Diop Mambéty
    Senegal/Ch/F 1999, 45 min, OmU
    Kamera: Jacques Besse

    »Seit sehr langer Zeit ist der Handverkauf von Zeitungen in den Straßen von Dakar den Jungen der Stadt vorbehalten. Sili, ein kleines Mädchen lebt auf den Straßen und bewegt sich mit Hilfe von zwei Krücken vorwärts. Sie hält sich neben den Jungen, die die Zeitungen verkaufen, auf und bettelt. Eines Morgens wird sie so heftig von den Jungen angerempelt, dass sie auf den Asphalt hinfällt. Ihre Krücken findet sie meterweit entfernt wieder. Um sich aufzurichten, muss sie alle ihre Kräfte zusammennehmen, und sie nimmt sich fest vor, ab dem nächsten Tag wie alle anderen auch Zeitungen zu verkaufen. Was für Männer gilt, gilt auch für Frauen. Sie wird mit Schmerzen wie mit Träumen konfrontiert... und schließlich auch mit der Freundschaft. Die Geschichte ist eine Hymne auf den Mut der Straßenkinder.« (Diop Mambèty)

    Djibril Diop Mambèty wurde 1945 in Dakar geboren. Er gilt als einer der großartigsten und unkonventionellsten Regisseure des afrikanischen Kontinents, dessen Filme entschieden zur Entwicklung des afrikanischen Films beigetragen haben. "La Petite Vendeuse De Soleil" war sein letzter Film. Er starb kurz vor Ende der Dreharbeiten am 23. Juli 1998 in Paris.


    Freitag 8. August und Samstag 9. August:

    TGV-Express

    von Moussa Touré
    Senegal/Frankreich 1997, 90 min, OmU

    Darsteller: Makéna Diop, Al Hamdou Traoré, Bernard Giraudeau, Joséphine M'Boup

    Held dieses afrikanischen Road-Movies ist ein klappriger, buntlackierter Reisebus, der zwischen der senegalesischen Hauptstadt Dakar und Conakry in Guinea verkehrt. Sein stolzer Besitzer Rambo hat ihn optimistisch und werbewirksam "TGV Express" getauft - wie der französische Hochgeschwindigkeitszug. Doch heute ist Rambo in Schwierigkeiten. Seine nächste Fahrt nach Conakry droht zu platzen, weil das Volk der Bassari an der Grenze zu Guinea einen Aufstand plant. Nur eine Handvoll Passagiere wagen dennoch die ungewisse Reise - unter ihnen ein Ex-Minister auf der Flucht, das europäische Ethnologen-Pärchen Roger und Sylvia und ein Zauber-Marabu, der aber auch nicht immer rechtzeitig für genügend Kühlwasser sorgen kann. Natürlich gerät der Bus unterwegs von einer abenteuerlichen Situation in die nächste, und Rambo und sein Assistent Demba haben alle Hände voll zu tun, um die bunte Reisegesellschaft durch alle Widrigkeiten der afrikanischen Savanne und politische Wirren hindurch ans Ziel zu geleiten.
    Höchst vergnüglich und vital erzählt, wurde Moussa Tourés originelle Komödie zum Publikumsliebling beim letztjährigen Mannheimer Filmfestival. Ganz nebenbei erhält man Einblick in den afrikanischen Alltag zwischen moderner Technologie und Geisterglauben, zwischen politischer Korruption, traditioneller Stammesstruktur und kolonialem Erbe. Und es wird klar, daß Humor und unverwüstlicher Optimismus auch Teil einer Überlebensstrategie sind.


    Freitag 15. August und Samstag 16. August:

    Jalla! Jalla!

    von Josef Farres
    Schweden, 2000, 88min

    Darsteller: Fares Fares, Torkel Petersson, Tuva Novotny, Laleh Pourkarim, Sofi Ahiström Helleday, Jan Fares, Leonard Terfelt
    Kamera: Aril Wretblad
    Musik: Daniel Lemma

    Der Schwede Mans und der Libanese Roro sind dicke Freunde. Tagsüber verdienen sie ihr Geld mit dem Säubern von Grün-anlagen und dem Aufsammeln von Hundekot. Nach Feierabend genießen sie gemeinsam mit ihren Freundinnen sorglos das Leben. Doch eines Tages ändert sich alles: Bei Mans tauchen ungewohnte Erektionsprobleme auf und Roro soll mit einer Cousine verheiratet werden, die er nie zuvor gesehen hat. Aber für die beiden Freunde ist das alles kein Grund zu verzweifeln. Denn schließlich lösen sich Probleme manchmal an den ungewöhnlichsten Orten ...

    »Freundschaft, Liebe und die Konflikte der Kulturen und Generationen werden leicht, temporeich und mit viel Sinn für Situationskomik inszeniert, wobei der Film durch präzises Timing, witzige Dialoge und vielfältige filmische Ausdrucksmittel besticht.« (film-dienst 19/2001)

    »Nichts ist neu an dieser Geschichte. Trotzdem ist auch nichts an diesem Film abgeschmackt. Im Gegenteil, er kommt so frisch und ungestüm dahergestolpert, als wäre das alles noch nie erzählt worden. Und komisch ist es auch noch.« (epd film)

    mit freundlicher Genehmigung der Kinowelt GmbH

    Kinderfilmnachmittage


    Sonntag 27.Juli:

    Es gibt nur einen Jimmy Grimble

    von John Hay
    England 2000, 105 min

    Darsteller: Robert Carlyle, Ray Winstone, Lewis McKenzie, Gina Mc Kee
    Kamera: John de Bormann
    Musik: Simon Boswell, Alex James

    Der 15-jährige Jimmy träumt davon, Profi-Fußballer zu werden. Beim Training mit seiner Jugendmannschaft in Manchester beweist Jimmy immer wieder sein Talent. Doch beim Turnier auf dem Platz vor vielen Zuschauern verlässt ihn jegliches Selbstvertrauen und es scheint, als ob er zwei linke Füße hat. Auch sonst läuft in Jimmys Leben manches nicht so, wie er es sich wünscht: Mit dem neuen Freund seiner Mutter kommt er nicht klar, in der Schule wird der schmächtige Junge von Gorgeous und seiner Gang drangsaliert und bei Sara, in die er verliebt ist, bringt er keinen Ton heraus.
    Eines Abends wird Jimmy von Gorgeous und dessen Kumpel Psycho verfolgt und durch die leeren Straßen eines Abrissviertels gejagt. Eine alte Frau, die noch in einem der verwahrlosten Häuser wohnt, kommt ihm zu Hilfe. Zum Abschied schenkt sie ihm ein paar alte, schäbige Fußballschuhe und sagt dazu, dass die auf dem Fußballplatz magische Kräfte verleihen können. Beim nächsten Spiel zieht Jimmy die alten Treter an und schießt ein sensationelles Tor. Nun hat er einen Stammplatz in der Mannschaft, die es bis ins Finale der Schulmeisterschaft bringt. Kurz vor dem Endspiel lässt Gorgeous die alten "Zauberschuhe" verschwinden ...

    »Der Film verbindet die besten Traditionen des 'New British Cinema': Humor, Tiefgang, Realismus, Charaktere, die sich im Gedächtnis einbrennen.« (film-dienst 6/2001)

    »Preis der Kinderjury, Berlinale 2001.«


    Sonntag 10. August:

    Kletter-Ida

    von Hans Fabian Wullenweber
    Dänemark/ Norwegen/ Schweden, 2001, 87 min

    Darsteller:: Nicolaj Arcel, Erland Loeulie Zangenberg, Stefan Pagels Andersen, Mads Ravn, Lars Bom, Nastja Arcel, William Haugaard Petersen
    Kamera: Jacob Viit Kusk
    Musik: M. Dahlberg, B. Vido

    Die 12-jährige Ida liebt das Klettern. Ihr Vater war einst ein bekannter und begeisterter Bergsteiger, bis er bei einem Unfall fast ums Leben kam. Jetzt betreibt er eine Gokart-Bahn in Kopenhagen. Idas Freunde, Sebastian und Jonas, beneiden sie um ihren coolen Vater und sind beide ziemlich in Ida verliebt. Als Idas Vater schwer erkrankt, sind die beiden Jungs bereit, alles zu tun, um Ida zu helfen, das Geld für die schwierige Operation aufzutreiben. Selbst wenn man dafür eine Bank ausrauben müsste. Und genau das hat Ida vor.. ...

    »Das mutigste Mädchen seit Pippi Langstrumpf. (...) Die Inszenierung hält ganz im Sinne ihrer jungen Zielgruppe geschickt die Balance zwischen Thrill und Entspannung und lässt die Geschichte (märchenhaft) gut enden, auch wenn die Kinder am Ende von der Polizei gestellt werden.« (film-dienst 2/2003)

    »Kletter-Ida ist eine Sternstunde des Kinderkinos.« (cinema 01/03)


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