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Kultursommer Rheinland-Pfalz
29 Juli. - 7. August 2005

Sommer Kino Kohlhof



Filmkunst auf dem Land: "Open-Air Kino auf dem Kohlhof".

  • leicht zu erreichen und gar nicht so schwer zu finden:


  • Wir sind wieder da!

    Zum dritten mal präsentieren wir in diesem Jahr Filmkunst vom Feinsten in außergewöhnlicher Atmosphäre.

    Eigentlich noch sehr jung und doch ist das Sommer Kino Kohlhof schon fast zur Tradition geworden. Dies liegt vor allem an den vielen positiven Reaktionen und Rückmeldungen von unserem Publikum, das uns eigentlich gar keine andere Wahl lies, als erneut dabei zu sein.

    Im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz präsentieren wir rund um das diesjährige Thema Wissenschaft an 8 Abenden junges europäisches Kino und zum Auftakt und Abschluss eine Auswahl international prämierter Kurzfilme.

    Zum Erfolg des Sommer Kino Kohlhof trägt nicht unerheblich das wunderschöne Ambiente der offenen Scheune der Firma Fagus Gartengestaltung auf dem Kohlhof bei. Auch in diesem Jahr öffnet der Biergarten wieder um 20 Uhr. Frühes Ankommen wird also nicht nur wegen der begrenzten Plätze empfohlen!

    Wir wünschen 8 unvergessliche Kinoabende!


    Einlass und Biergarten jeweils um 20.00 Uhr. Die Filme beginnen mit Einbruch der Dunkelheit (gegen 22 Uhr). Eintritt: 5 €


    Freitag 29. Juli und Sonntag 7.August

    Internationaler Kurzfilmabend

    Zum Beginn und zum Abschluss des Sommer-Kino-Kohlhofs präsentieren wir eine bunte Mischung internationaler und preisgekrönter Kurzfilme. Der Kurzfilm ist aus den Kinos fast komplett verschwunden. Zu Unrecht: denn dieses Format beweist immer wieder seine Lebendigkeit. Dieser Abend wird einmal mehr die Vielfalt dieses Genres beweisen. Gezeigt wird eine bunte Mischung aus Spiel und Animationsfilmen, die uns in 90 Minuten in ganz verschieden Welten des Kinos eintauchen lassen.


    Samstag 30. und Sonntag 31. Juli

    Der Schmetterling

    Ein Film von Philippe Muyil
    Frankreich 2004, 90 min

    Julien ist ein großer Schmetterlings-Sammler. Eines Tages bricht er auf, um eine Isabelle zu suchen – einen herrlichen Nachtfalter, so schön wie selten. Er freut sich auf eine wunderbare Bergwanderung durch tiefe Wälder.

    Aber Julien hat die Rechnung ohne Elsa gemacht, das achtjährige Nachbarmädchen, um das sich die Mutter kaum kümmert. Elsa hat beschlossen, die Reise heimlich mitzumachen... Nur zu gern würde Julien seinen blinden Passagier auf der Stelle wieder loswerden. Aber bei Elsas Mutter geht niemand ans Telefon. Also machen sie sich auf den Weg, über Stock und Stein, der knurrige alte Sonderling (unwiderstehlich: Michel Serrault) und Elsa (bezaubernd: Claire Bouanich), die ihm unbekümmert Löcher in den Bauch frägt – immer auf der Suche nach der geheimnisvollen Isabelle...

    DER SCHMETTERLING ist ein Meisterwerk. Ein Meisterwerk der Sinne, der Poesie, der Humanität, der Seele - und der großartigen Schauspielkunst: Wobei diese kleine, rothaarige, sommersprossige Claire Bouanich dem großen Michel Serrault nicht nur absolut ebenbürtig ist, sondern ihm manchmal sogar buchstäblich ‚die Show stiehlt'!Deutschlandfunk, Hans-Ulrich Poenack


    Mittwoch 3. und Donnerstag 4. August

    Kitchen Stories

    Ein Film von Bent Hamer
    Norwegen 2003, 95 Min

    Schweden in den 50er Jahren. Die Technik soll Einzug in die privaten Haushalte halten. Um den Werbefeldzug für die moderne Küche einleiten zu können, werden zuvor vom schwedischen Forschungsinstitut für Heim und Haushalt eingehende Studien zum Verhalten der Hausfrau in ihrer Küche vorgenommen. Am Ende der Versuchsreihe steht fest: Um ihrer Familie jeden Tag das Essen servieren zu können, läuft die schwedische Hausfrau jedes Jahr eine Strecke, die der zwischen Schweden und dem Kongo gleicht. Wenn man die Küche jedoch nach einem bestimmten Muster anordnen würde, dann müsste sie nur noch bis nach Norditalien laufen, um allen Küchenpflichten nachzugehen.

    Von diesem Erfolg beflügelt, sucht das Institut nun nach einer neuen Herausforderung. Diesmal sollen verlässliche Daten über eine weitere Zielgruppe eingeholt werden: Den männlichen Junggesellen. Zu diesem Zweck werden 18 Beobachter in das kleine Dorf Landstad in Norwegen geschickt, um an freiwilligen Probanden deren Küchenroutine zu studieren. Beobachter Folke (Tomas Norström) bekommt den kauzigen Junggesellen Isak (Joachim Calmeyer) zugeteilt. Von einem eigens für das Experiment konzipierten Hochsitz in der Ecke der Küche wird Folke nunmehr Isak tagein tagaus beobachten. Dabei darf kein persönlicher Kontakt entstehen und schon gar nicht miteinander gesprochen werden. Der Proband muss zu jeder Zeit dem Beobachter den Zutritt zum Haus gewähren, der Beobachter hingegen darf dem Probanden zu keiner Zeit helfen oder zur Hand gehen. Harte Regeln in der Einsamkeit Norwegens...

    Eine liebenswerte Komödie über eine Männerfreundschaft der besonderen Art und das zeitlose menschliche Bedürfnis, sich der Klassifizierung zu entziehen. Der Film begeisterte die Skandinavier so sehr, dass Norwegen ihn ins Rennen um die Oscars schickte.


    Freitag 5. und Samstag 6.August

    Der Tango der Rashevskis

    Ein Film von Sam Garbarski
    Frankreich 2003, 100 min

    Die Rashevskis sind das, was man eine sehr liberale jüdische Familie nennen könnte.Doch als die Großmutter Rosa 81jährig verstirbt, sind ihre Kinder und Enkelkinder alles andere als vorbereitet. Denn obwohl Rosa ihr Leben lang Religion im allgemeinen und Rabbis im besonderen hasste, hat sie zur Überraschung aller ein Grab auf dem jüdischen Friedhof reservieren lassen. Eine nahezu unüberwindbare Schwierigkeit ist nun schon die Frage, nach welchem traditionellen jüdischen Ritus sie beerdigt werden kann.

    Für die Rashevskis beginnt mit dem Tod Rosas eine mehr oder weniger intensive Zeit religiöser Selbstfindung die von Ninas Proklamation, eine jüdische Familie gründen zu wollen, bis zu Rics turbulenter Beziehung zu seiner muslimischen Freundin reicht. Noch komplizierter wird es, als Antoine, ein nichtjüdischer Freund der Familie, auf der Beerdigung Nina wiedertrifft und sich in sie verliebt. Als er erfährt, dass sie nur einen jüdischen Mann heiraten könne, versucht er natürlich, eine Lösung zu finden.

    Mit Humor, witzig und amüsant erzählt der Film die Geschichte der Rashevskis und ihrer Suche nach Bedeutung und Identität ihres jüdischen Erbes. In Frankreich war dieser Film der Überraschungserfolg des vergangenen Jahres. Großes Kino in berauschenden Bildern!

    Ermöglicht wurde das Sommer Kino Kohlhof durch die Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen des Kultursommers und Fagus Gartengestaltung.

    Eine Veranstaltung von der Initiative für Filmkultur in Kooperation mit dem Medienbüro Oldenburg e.V.


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