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Kultursommer Rheinland-Pfalz
15. - 24. Juli 2004

Sommer Kino Kohlhof



Filmkunst auf dem Land: "Open-Air Kino auf dem Kohlhof".

  • leicht zu erreichen und gar nicht so schwer zu finden:

  • Nach der überaus erfolgreichen Premiere im letzten Jahr wird es auch in diesem Sommer wieder Filmkunst vom Feinsten in außergewöhnlicher Atmosphäre zu sehen geben.
    Das Thema des diesjährigen Kultursommers Rheinland-Pfalz ist Italien, dazu passend haben wir 3 Filme ausgesucht, die die Bandbreite und Geschichte dieses großen Filmlandes auf die Leinwand bringen.
    Beginnen werden wir mit dem Klassiker Cinema Paradiso von Guiseppe Tornatore. Ein Hommage an das Kino wie sie schöner nur selten auf der Leinwand zu sehen war. Und gleichzeitig genau der richtige Auftakt für den außergewöhnlichen Ort unserer Vorführungen: eine nach den Seiten hin offenen Scheune auf dem Kohlhof (zwischen Limburgerhof und Schifferstadt). Fortgesetzt wird das Programm dann mit dem ganz aktuellen Film Lampedusa, der gleichzeitig auf die große Tradition des italienischen Nachkriegskinos verweist, die letzten Abende sind dann dem letzt jährigen Sommerhit Brot und Tulpen mit Bruno Ganz in der Hauptrolle gewidmet.
    Bei den Filmen Lampedusa und Brot und Tulpen können Sie wählen: neben der synchronisierten deutschen Fassung gibt es die Filme auch im italienischen Original mit deutschen Untertiteln zu sehen. Ein Genuss nicht nur für sprachkundige Cineasten. Wer sich erst einmal darauf eingelassen hat, will womöglich die synchronisierte Fassung nicht mehr sehen .
    Wir freuen uns auf die 7 Kinoabende und wünschen Gute Unterhaltung !

    Einlass und Biergarten jeweils um 20.00 Uhr. Die Filme beginnen mit Einbruch der Dunkelheit (gegen 22 Uhr). Eintritt: 5 €

    Ermöglicht wurde das Sommer Kino Kohlhof durch die Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen des Kultursommers und Fagus Gartengestaltung.
    Eine Veranstaltung von der Initiative für Filmkultur in Kooperation mit dem Meidenbüro Oldenburg e.V.


    Donnerstag 15. Juli, Freitag 16. Juli und Samstag 17. Juli:

    Cinema Paradiso

    von Guiseppe Tornatore
    Italien 1989, 123 min mit Salvatore Cascio, Philippe Noiret

    Eine sizilianische Kleinstadt in den 40er und 50er Jahren. Fernsehen gab es noch nicht, und die Leute strömten in die Kinopaläste, um sich dort gemeinsam zu unterhalten, zu lachen, zu weinen und zu träumen. Der zehnjährige Salvatore, auch Toto genannt, verlor seinen Vater im Krieg. Für sein Leben gern geht er ins Dorfkino Paradiso, doch er hat nicht genug Geld. So schleicht er sich immer dann ins Kino, wenn der Pfarrer die gezeigten Filme vorzensiert. Alle anstößigen Stellen müssen dann entfernt werden, vor allem die Kussszenen. Sie werden in einer Papierschachtel aufgehoben.

    Toto freundet sich mit dem Filmvorführer Alfredo an, der für ihn zur Vaterfigur wird. Bei einem Brand im Vorführraum wird Alfredo von Toto im letzten Moment gerettet, doch der Alte erblindet. Von nun an führt Toto die Filme selbst vor.

    Später verlässt er das Dorf und geht nach Rom, wo er ein bekannter Regisseur wird. Nach Jahren bringt ihn der Tod von Alfredo wieder in sein Heimatdorf zurück, wo das unrentabel gewordene Kino inzwischen einem Supermarkt weichen muss ...

    Der junge Regisseur Guiseppe Tornatore hat einen unglaublich vielschichtigen Film geschaffen, der weit mehr als eine wehmütige Liebeserklärung an das Kino und dessen nostalgischer Abgesang ist. In der Beschreibung der Freundschaft zwischen Alfredo und dem kleinen Toto hat er in einigen wahren Momenten das große Kino der ‘echten’ Gefühle auferstehen lassen. Da stimmt jede Geste, jeder Blick, und die Vertrautheit der Personen miteinander wird zu einem großen Erlebnis.

    Gewinner in CANNES 1989, Oscar für den besten fremdsprachigen Film 1989, Europäischer Filmpreis FELIX 1989


    Mittwoch 21. Juli, Original mit Untertiteln:
    Donnerstag 22. Juli, Deutsche Fassung

    Lampedusa

    von Emanuele Crialese
    Italien 2002, 90 min mit Valeria Golino und Vincenco Amato

    Lampedusa, eine Fischerinsel zwischen Sizilien und dem nördlichen Afrika. Hier folgt das Leben eigenen Regeln, den Regeln der Tradition. Gelegentlich herrschen raue Sitten, aber jeder weiß, was er sich und der Dorfgemeinschaft schuldet. Die Erde ist karg und trocken, dafür entschädigt rund herum das Meer. Der Reichtum des Wassers bestimmt seit jeher den Zeit- und Arbeitsrhythmus der Insel. Die Männer fahren zur See, die Frauen säubern und verarbeiten Sardinen, die Kinder helfen mit. Und abends geht es dann, fein geschniegelt und gebügelt, in die Via Roma zum Flanieren. Eigentlich wäre alles in Ordnung... ...wäre da nicht Grazia, Mutter eines pubertierenden Mädchens und von zwei aufmüpfigen Buben.

    Der Dorfgemeinschaft sind die sinnliche Unbefangenheit der jungen Frau und ihre wechselhaften Launen ein ständiger, irritierender Dorn im Auge. Die meisten halten Grazia schlicht und einfach für verrückt. Pietro, ihr Ehemann, fühlt sich mehr und mehr unter Druck gesetzt, bis er schließlich einverstanden ist, seine Frau zu einer Behandlung nach Mailand zu schicken. Aber Grazia läuft davon. Und Pasquale, ihr 13jähriger Sohn, wird – allein gegen alle – Mittel und Wege finden, seine über alles geliebte Mutter zu beschützen...

    Verwurzelt in der Tradition des neorealistischen Kinos, fesselt der Film durch seine ebenso originäre wie moderne Bildsprache. Faszinierend: Valeria Golina als Grazia. Die Unterwasseraufnahmen von Kameramann Fabio Zamarion sind von bezaubernder Schönheit und von atmosphärischer Wucht.

    Bester Film und Publikumspreis in CANNES 2002


    Freitag 23. Juli, Original mit Untertiteln:
    Samstag 24. Juli, Deutsche Fassung

    Brot und Tulpen

    von Silvio Soldini
    Italien 2000, 118 min, mit Bruno Ganz und Licia Maglietta

    Ein kleines Malheur - und schon fährt der Bus mit der Reisegesellschaft weiter. Zurück bleibt Rosalba, Hausfrau aus Pescara. Ihr Mann und die beiden Söhne bemerken lange nicht, dass sie fehlt...

    Rosalba hält Autos an, um nach Hause zu reisen. Einer der Fahrer fährt nach Venedig, da war sie noch nie, ihre Sehnsucht ist groß, morgen ist Sonntag - also, warum nicht? Ihr Mann Mimmo tobt am Telefon - das war auch nicht anders zu erwarten. Sie sucht eine Bleibe für die Nacht und findet Fernando einen traurigen, romantischen Feingeist und Kellner, der sie - freundlich, aber in höflicher Distanz - bei sich unterbringt. Am nächsten Tag findet sie sogar einen Job bei einem alten anarchistischen Blumenhändler - aus der Heimreise wird nichts. Für Rosalba beginnt ein neues Leben, kurzfristig und vorübergehend, eine Auszeit, in der ihre Missgeschicke abnehmen und ihr Glück wächst. Sie findet eine neue Freundin, die Masseurin Grazia - und nichts kann diese Idylle stören, die Fernando nur noch bereichert. Auch der Amateurdetektiv Costanio nicht, den Mimmo ihr hinterherschickt.

    Über alle legt sich der Zauber, der Venedig allgemein nachgesagt wird. Und die Gedanken an Mimmo verblassen. Vorübergehend ..

    Melancholisch-beschwingte Komödie, die normale Menschen in den Mittelpunkt stellt und diese liebevoll zeichnet. Präzise beobachtete Details, witzige Dialoge, eine klare Bildersprache und die ausgezeichneten Darsteller machen den Film zu einem amüsanten Exkurs über die Zufälle des Lebens und der Liebe.

    Der Kino Hit 2001 in Frankreich und Italien


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